Psychologisch-Philosophisch-Theologische Praxis Dr. Messner


Psychologische Beratung


Tätigkeitsbereich

Gegenstand psychologischer Beratung sind die Aufarbeitung und Überwindung persönlicher sowie sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde. Hierbei kommen psychologische und psychotherapeutische Techniken zum Einsatz, die zum Teil auch aus der Psychotherapie bekannt sind. Während Psychotherapie jedoch eine Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert ist, geht es bei der psychologischen Beratung um Hilfestellungen für psychisch gesunde Menschen mit konkreten Lebensproblemen. Psychologische Beratung kann also überall dort zum Einsatz kommen, wo es um die Lösung und Überwindung von persönlichen und sozialen Konflikten geht. Zu nennen sind unter anderem Lebensberatung, Berufs- und Studienberatung, Bildungsberatung, Ehe- und Partnerschaftsberatung, Erziehungsberatung, Familienberatung, Jugendberatung und Drogenberatung, genetische Beratung, Beratung zur Bewältigung spezieller Erkrankungen sowie Beratung für Menschen mit Behinderung, Personal- und Führungskräfteberatung, Konfliktberatung, Entscheidungsberatung, Mobbingberatung, Opferberatung und im Bedarfsfall auch Beratung in Bezug auf Möglichkeiten und Planung einer Psychotherapie.


Diagnostik

Diagnostik beschränkt sich im Rahmen der psychologischen Beratung auf die Analyse von psychologischen, kommunikativen und sozialen Mustern, die dazu geeignet sind, die Problematik des Klienten zu erklären. Sie ist daher in der psychologischen Beratung keine Störungsdiagnostik, sondern strukturiert vielmehr Situationen, erhebt Informationen über psychologische Prozesse wie Kognition, Emotion, Verhalten, Motivation, ermittelt Ressourcen und stellt ein der Situation angemessenes komplexes, geordnetes Abbild der Struktur des Beratungsanliegens, der Bedürfnisse, Wünsche, Ziele, Möglichkeiten und ggf. Defizite des Beratung Suchenden dar, auf deren Grundlage gezielt verschiedene Beratungsformen angewendet werden können.


Charakteristik der psychologischen Beratung

Psychologische Beratungstechniken sind im Wesentlichen Konflikte lösende, Lösungen suchende, klärende und unterstützende Interventionsformen, die sich vorwiegend sprachlicher Ausdrucksmittel (Interaktion und Kooperation) bedienen. Im Zentrum steht dabei das psychologische Gespräch. Dessen Ausgestaltung (z.B. eher lösungsorientiert oder eher klärend) hängt vom Bedarf des Klienten und von der zu bearbeitenden Situation ab. Zentral sind häufig klassische kommunikationspsychologische Methoden, deren Grundprinzipien schon in der Antike Anwendung fanden, insbesondere die Mäeutik und die Theorien der klassischen, persuasiven Rhetorik.


Zielsetzung

Generelles, übergeordnetes Ziel der psychologischen Beratung ist die Verbesserung der subjektiven Zufriedenheit und der Lebensqualität. Mögliche Beratungsziele sind die Lösung von Konflikten, die Klärung von unklaren persönlichen oder sozialen Situationen sowie das Erlernen von Präventionsmaßnahmen. Entscheidungsschwierigkeiten, von als ethisch oder moralisch unklar empfundenen Problemlagen, von Fragen zur Lebensänderung, solchen zur allgemeinen, beruflichen oder familiären Neuorientierung, zu Bildungsmöglichkeiten und -eignungen, zur Karriereplanung, bei allgemeinen beruflichen Fragen, bei Problemen am oder mit dem Arbeitsplatz, zur Verbesserung des Arbeitens und Lernens, zur Verbesserung der Kommunikation und zur Optimierung des Führungsverhaltens können ebenso Gegenstand psychologischer Beratungsmaßnahmen sein. Zunehmend wird die psychologische Beratung auch zur Klärung und Aufarbeitung existenzieller (Sinn-)Fragen aufgesucht. In diesem Zusammenhang kann inzwischen auch auf fundierte Forschungsergebnisse zur Psychologie des Glücks zurückgegriffen werden.


Beratungsvorgang

Während einer psychologischen Beratung kommen, ebenso wie bei der Psychotherapie, verhaltenstherapeutische und tiefenpsychologische, aber auch kommunikationspsychologische und andere Techniken zum Einsatz. In der Regel ist das Vorgehen kooperativ und auf Augenhöhe mit dem Klienten. Psychologe bzw. Berater und Klient sind gleichwertige Persönlichkeiten und suchen gemeinsam nach Klärung und Lösungsmöglichkeiten für bestehende Probleme und Konflikte.



Philosophische Praxis


Philosophische Grundfragen / Sokratisches Gespräch

Das philosophische Gespräch orientiert sich zunächst an eigenen Erfahrungen, aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen und wissenschaftlichen Entwicklungen zur Einübung einer philosophischen Grundhaltung. Diese ist an sich zweckfrei und entspringt dem reinen Interesse an genuin philosophischen Fragestellungen wie der nach dem Sinn des Lebens, dem Wesen des Menschseins oder den Bedingungen von Wahrheit und Gerechtigkeit. Letzlich dient sie aber auch der Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins, der Kreativität in privaten wie beruflichen Situationen und damit der Handlungsfähigkeit in einer immer komplexer werdenden Welt, in der bloßes Fakten- und Fachwissen nicht mehr genügt.


Philosophie der Erziehung u. Bildung

In einer zunehmend komplexen Welt kommt »Bildung« im Sinne eines Verfügens über Grundfertigkeiten selbstständigen Lernens, hinsichtlich der Vernetzung einzelner Wissensbereiche sowie der Bewertung und Auswahl von Handlungsoptionen aus einem immer größer werdenden Reservoir an Möglichkeiten eine mindestens ebenso große Bedeutung zu wie fachlicher Aus- und Weiterbildung. Auch die Erziehung von Kindern und Jugendlichen ist heute aufgrund eines Defizits an gesellschaftlichen wie religiösen Werten und Normen nicht mehr selbstverständlich. Ebenso wie der Bildungsbegriff werden erzieherische Normen und Methoden nicht mehr »von oben« vorgegeben, sondern müssen von jedem einzelnen immer wieder neu hinterfragt und begründet werden, was zu einer oft beklagten Überforderung von Eltern, Lehrern und Kindern führt. Anders als Verhaltenstherapie, die konkrete Normen und Methoden von außen vorgibt, kann dabei ein offener philosophischer Dialog die Betroffenen in die Lage versetzen, Erziehungsziele abhängig von ihrer jeweiligen Situation selbst zu finden, zu begründen und glaubhaft zu vermitteln.


Philosophie privater u. gesellschaftlicher Krisen

Wir leben in einer Zeit permanenter gesellschaftlicher Umbrüche und Krisen, die sich im Unterschied zu früheren Epochen auch unmittelbar auf das Leben des einzelnen auswirken. Durch Reizüberflutung und reale bzw. medial herbeigeredete Krisen sind wir permanent überfordert, sodass psychische Störungen wie »Burnout« und soziale Konflike immer mehr zunehmen. Philosophische Beratung kann dabei helfen, gesellschaftliche Krisenszenarien sowie eigene Lebenskrisen zu analysieren, um so eigene Auswege aus der Krise zu finden oder diese gar als Chance für einen Neubeginn und einen Lernprozess zu begreifen. Insofern kann sie eine Psychotherapie unterstützen oder ergänzen, sie bietet jedoch keinen Ersatz für Psychotherapie bei schweren psychischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten.


Religionsphilosophie

Auch Religionsphilosophie und theologische Beratung im Sinne eines nicht konfessionsgebundenen Nachdenkens über einen möglichen Urgrund allen Seins und ein mögliches Leben nach dem Tod kann hilfreich sein, um persönliche Lebenskrisen wie Orientierungslosigkeit, Krankheit oder den Tod eines geliebten Menschen zu überwinden. Im Unterschied zu kirchlichen Angeboten wird bei solchen Fragen nicht von vornherein ein bestimmtes Gottesbild, eine bestimmte Tradition und Ethik vorausgesetzt. Vielmehr können sie ergebnisoffen und ausgehend von persönlichen Erfahrungen und Anliegen gestellt werden. Dabei ergeben sich wiederum Überschneidungen zur Freien Theologie.


Kunst-, Kultur- u. Medienphilosophie

Kunst und Kultur sind die besten Quellen der Selbsterkenntnis, weil sie uns mit Neuem und Unerwartetem konfrontieren und uns somit zwingen, eingefahrene Denkmuster aufzugeben, unsere Situation zu überdenken und uns neu zu orientieren. Diese »heilsame Provokation« im Sinne einer Herausforderung zum Denken und Lernen bietet einen ebenso effektiven, aber weitaus angenehmeren Anlaß zum Philosophieren wie persönliche Krisen. So kann beispielsweise die Betrachtung von Kunstwerken neue Assoziationen und Ideen in uns wachrufen, auf die wir sonst nie gekommen wären. Ein zentrales Phänomen unserer Zeit und damit ein immer wichtiger werdender Gegenstand von Philosophie sind die Medien. Wir leben heute in einer Mediengesellschaft, die zunehmend von modernen Massenmedien wie Fernsehen und Internet geprägt ist. Bei letzterem kommt hinzu, dass es immer mobiler und interaktiver wird, d.h. dass im Gegensatz zum Fernsehen die Inhalte nicht mehr vorgegeben sind und passiv konsumiert werden, sondern vom »User« aktiv mitbestimmt werden: In »sozialen Netzwerken« wie Facebook oder Twitter kann jeder mit jedem kommunizieren. Diese rasante Entwicklung hat aber nicht nur Vorteile, sondern muss von uns kritisch hinsichtlich ihrem Nutzen, aber auch möglicher Gefahren wie Pornografie und Kriminalität im Netz hinterfragt werden, um von ihren Potenzialen zu profitieren, auf der Höhe der Zeit zu bleiben und gleichzeitig ihre Risiken zu minimieren.


Kommunkationstraining u. Image-Beratung

Da wir in einer Mediengesellschaft leben, wird Kommunikation im Sinne einer Übermittlung von Botschaften und Inhalten an andere immer wichtiger. Zudem beschränkt sich Kommunikation nicht mehr auf zwei oder eine kleine Gruppe von Menschen, sondern kann über das Internet global stattfinden. Die Frage nach »richtiger« und wirksamer Kommunikation, mit der man seine Ziele erreichen kann, anstatt sich und dem eigenen Bild in der Öffentlichkeit zu schaden, ist daher sowohl für private und berufliche Beziehungen als auch für die Wirtschaftsbeziehungen von Unternehmen von zentraler Bedeutung für Glück und Erfolg. Mit dieser Entwicklung hängt auch zusammen, dass das »Image«, also das eigene Bild in der Öffentlichkeit, für Personen wie für Firmen mindestens ebenso wichtig geworden ist wie ihr »wahres Wesen« und die Inhalte, die von ihnen kommuniziert werden. Es gilt daher, am eigenen Image zu arbeiten, es auf Stimmigkeit und Tragfähigkeit zu prüfen und es gegebenenfalls zu verändern und anzupassen.


Unternehmensphilosophie u. Wirtschaftsethik

Philosophie ist keine abgehobene akademische Disziplin ohne konkreten Nutzen für die Praxis, sondern bildet vielmehr die Grundlage und Voraussetzung jeder praktischen Tätigkeit: Philosophiert wird in jedem Fall, wenn nicht bewusst und auf hohem Niveau, dann unbewusst und trivial. Diese Grundeinsicht zeigt sich gerade bei der Unternehmens- und Wirtschaftsphilosophie. Denn was ich mit einem Unternehmen und mit ökonomischem Handeln im Allgemeinen erreichen will, wie ich es erreichen will und wie ich dies nach Außen kommuniziere (Public Relations), muss man sich selbst und anderen nicht nur bei der Unternehmensgründung, sondern während des gesamten unternehmerischen Prozesses permanent verdeutlichen, um gerade in der heutigen Situation wirtschaftlich erfolgreich zu sein und auch zu bleiben. So kann man dem allseits beklagten Vertrauensverlust, dem durch Skandale und Krisen nicht nur Politik und Banken, sondern sämtliche Unternehmen unterliegen, nur dadurch begegnen, dass man ethische Verhaltensregeln für das eigene Unternehmen aufstellt und diese nach dem Motto »Gutes tun und darüber reden« nach Außen, über gezielte Werbung, über Sponsoring und Pressearbeit, kommuniziert.


Zukunfts- u. Trendforschung

Ein »Blick in die Glaskugel« ist für Privatleute wie für Unternehmen seit jeher von besonderem Interesse. Denn wer weiß, wie die Zukunft aussieht, kann Schicksalsschläge vermeiden und ist gegenüber Mitbewerbern im Vorteil. Um Prognosen über die Zukunft zu erstellen, sollte man sich jedoch nicht auf »Wahrsager« verlassen, die angeblich konkrete Aussagen über zukünftige Ereignisse machen können. Allein das frühzeitige Erkennen und die Analyse gegenwärtiger Trends mit Hilfe geistes- und sozialwissenschaftlicher Methoden kann die Frage klären, ob sich die ermittelten Trends in Zukunft eher verstärken oder abschwächen werden und wie sich dies auf die eigene Situation auswirken wird. Je eher und intensiver man sich einer solchen wissenschaftlich und philosophisch fundierten Erforschung der Zukunft widmet, die aufgrund der Beschleunigung unseres Lebens immer dringlicher wird, desto gelassener kann man der Zukunft entgegen sehen.



Freie Theologie


Theologische Beratung u. Religionsphilosophie

Obwohl der »Tod Gottes« von Philosophen wie Friedrich Nietzsche bereits vor mehreren hundert Jahren ausgerufen wurde, obwohl die moderne Technik- und Naturwissenschaftsgläubigkeit endgültig den Platz althergebrachter Religion und Religionen eingenommen zu haben scheint und obwohl heutige Theologen eine zunehmende Gottesferne (»Säkularisierung«) beklagen, die sich u.a. an immer neuen Wellen von Kirchenaustritten festmachen lasse, ist Religion und Religiosität nach wie vor ein »Publikumsmagnet«. In einem allgemeinen Sinne, unabhängig von bestimmten Religionen und Religionsgemeinschaften scheint es sich bei ihr um ein menschliches Grundbedürfnis, eine anthropologische Grunddimension zu handeln, die man nicht einfach abschütteln kann. Vielmehr zeigt sie sich in unterschiedlichen Epochen in immer wieder neuen Ausprägungen, und ihre Verdrängung hat offensichtlich nicht nur positive Folgen, wie dies noch Freud oder Marx annahmen, sondern schlägt sich auch in psychischen Problemen, Lebenskrisen und allgemeiner Bindungslosigkeit nieder. Die immer größer werdende Zahl an Menschen, die bei uns der Kirche sowie kirchlichen Strukturen und Riten fremd gegenüberstehen, die möglichweise bereits aus der Kirche ausgetreten sind, sich aber dennoch nicht mit einer bloßen »Konsum- und Spaßgesellschaft« zufrieden geben wollen, sondern nach einem tieferen Sinn ihres Lebens suchen, sollte sich erst einmal die grundlegende Bedeutung des Wortes »Religion« verdeutlichen: Religion bedeutet ursprünglich soviel wie »Bindung«. Davon ausgehend muss man sich klar werden, wie weit Bindung für einen selbst gehen soll: Möchte man sich allein an die eigene Familie oder an eine größere Gemeinschaft, gar an einen transzendenten Gott binden? Und wenn ja, wie kann dieser aussehen und welche ethischen Maßstäbe folgen daraus? Dies sind religionsphilosophische Fragestellungen, die von einem geschulten Theologen ausgehend vom Anliegen und dem jeweiligen Kenntnisstand des Klienten aufgeworfen werden, um diesen zu eigenen Antworten zu führen. Wenn der Klient als Ergebnis im Laufe eines solchen offenen Gesprächs beispielsweise zur Überzeugung gelangt, dass Kirche und kirchliche Zeremonien für sein Verständnis von Religion wichtig sind, dann ist dies seine eigene Überzeugung und nicht mehr Folge von Zwang und Gewohnheit. Theologische Beratung zeigt über bloße Religonsphilosophie hinaus konkrete Wege auf, wie man die gewonnenen Überzeugungen leben und beispielsweise in Form von außerkirchlichen Zeremonien anlässlich von einschneidenden Lebensereignissen feiern kann. Sie versteht sich auch als Lebensberatung, die sich von Psychotherapie und Philosophie durch ihren Bezug auf Gemeinschaft und/oder Gott unterscheidet.


Freie Reden u. Zeremonien

Zeremonien sind öffentliche Feiern im kleinen oder auch größeren Kreis anlässlich von einschneidenden Lebensereignissen wie Geburt, Trauung oder Tod. Auch Menschen, die nicht mehr Teil einer kirchlichen Gemeinschaft sind und sich an deren Riten beteiligen, haben in der Regel das Bedürfnis, solche Ereignisse festlich und würdevoll zu begehen, um sie dauerhaft in Erinnerung zu behalten. Beratung hinsichtlich der Gestaltung und Dokumentation solcher Zeremonien gehört dabei ebenso zur Tätigkeit als Freier Theologe wie deren Organisation, Durchführung und Leitung. Dem Wort in Form von Reden und Moderationen, die ausgehend von Vorgesprächen auf die Wünsche der Beteiligten zugeschnitten sind, kommt dabei besondere Bedeutung zu.


Meditative Kunst

Bildender Kunst, Musik und Literatur kommt im Rahmen kirchlicher Feiern seit jeher besondere Bedeutung zu, wobei die Kirche mit moderner abstrakter Kunst kaum noch etwas anfangen kann, weil diese ihre Inhalte nicht mehr darzustellen vermag. Gerade diese Kunstrichtung kommt jedoch dem Selbstverständnis heutiger Menschen entgegen, weil sie keine Überzeugungen mehr vorgibt und vermittelt, sondern zum eigenständigen Denken anregt, sodass sie sowohl im Rahmen theologischer Beratung als auch bei freien Zeremonien eingesetzt werden kann. 



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